In der Ventiltechnik gibt es viele unterschiedliche Ventile, die für verschiedene Bedingungen geeignet sind. Manche müssen Flüssigkeiten oder Gase in Rohren zurückhalten, andere müssen einem großen Druck standhalten und wieder andere Ventile dienen lediglich zum Öffnen und Schließen von Bereichen, wie beispielsweise bei einem Wasserhahn. Somit lassen sich mittels Ventile Durchflüsse regulieren und Rückflüsse verhindern.

Quetschventile 

In der Ventiltechnik kommen Quetschsventile vor allem bei Armaturen zum Einsatz. Diese Ventile werden häufig als Absperrventile bezeichnet, da sie meist einen freien Produktdurchfluss absperren, wie beispielsweise bei dem Wasserhahn, wo das Wasser prinzipiell ständig läuft, jedoch durch das Ventil abgesperrt wird. Sie besitzen einen besonders geringen Reibungswiderstand und sind einfach und kompakt gebaut. Sie können diese Art von Ventil zudem selbstständig an- und abmontieren.

Es gibt Quetschsventile aus unterschiedlichen Materialien, wie Kunststoff, Aluminium oder auch Stagl. Sie kommen am häufigsten in Industrien, Zügen sowie in Privathaushalten zum Einsatz. Genauere Informationen und Beratung finden Sie hier.

Metallausführung in der Ventiltechnik

Ventile gibt es aus Metall und Kunststoff. Der Nachteil von Kunststoffmodellen ist, dass sie Einschränkungen in unterschiedlichen Bereichen besitzen. Ventile aus Metall hingegen können beispielsweise besonders hohen Temperaturen und einem großen Druck standhalten. Sie sollten jedoch beachten, dass nicht jedes Metall gleich ist. Bronze und Edelstahl z. B. sind zwar beides robuste Metalle, sie halten jedoch unterschiedlich hohen Temperaturen stand.

Stahlguss wird häufig für Rohrleitungen verwendet, da es ein breites Spektrum bietet, was Temperatur und Druck anbelangt. Stahl wiederum ist besonders korrosionsbeständig und lange haltbar und wird aus diesem Grund häufig in Industrien verwendet, in denen so viele Ventile angebracht sind, dass diese nicht ständig ausgetauscht werden können. Manche Metallausführung, häufig aus Leichtmetallen, werden manchmal auch nur aufgrund der Optik eingesetzt.

Kunststoffausführung 

Kunststoffventile kamen in der Ventiltechnik bisher eher selten zum Einsatz, da sie nicht so widerstandsfähig oder so vielseitig sind wie Modelle aus Metall. Mittlerweile hat man jedoch die Vorteile der Kunststoffventile erkannt, sodass sie zunehmend im gewerblichen sowie im industriellen Bereich angewendet werden. Sie sind besonders einfach zu installieren, leicht und besitzen zudem glatte Innenwände. Sie sind außerdem einfacher und somit kostengünstiger herzustellen. Im Vergleich zu Metallventilen halten sie jedoch keinen so hohen Temperaturen stand und werden somit vorzugsweise im Bereich des Abwassers oder in Lebensmittelfabriken eingesetzt. Ventile aus Kunststoff können in unterschiedlichen Materialien hergestellt werden, wie beispielsweise PVC, Polypropylen oder Polyvinylidenfluorid. Modelle aus PVC werden häufig bei Rohrleitungen angewendet. Selbst wenn Polypropylen nur halb so stark wie PVC oder CPVC ist, besitzt es die größte chemische Beständigkeit, da es für dieses Material keine Lösungsmittel gibt.

Rohrleitungssysteme mit Ventilen aus Polypropylen kommen aufgrund ihrer Festigkeit, chemischen Beständigkeit sowie der hohen Arbeitstemperatur vor allem im Bereich von Säuren, organischen Lösungsmitteln sowie industriellen Produkten in der Pharmazie zum Einsatz.

Handrad und Sicherheitsventile

Für die meisten Ventiltypen sind Handräder erhältlich. Sie dienen dazu das Ventil manuell zu betätigen, da durch das Handrad das Steuerungssystem außer Kraft gesetzt werden kann. Handräder gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und mache Modelle bieten die Möglichkeit, dass sich die Ventile in beide Richtungen anheben lassen. Weiterhin gibt es noch Hammerhandräder und Sekundärräder. 

Die Montage von Handrädern kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:

Zum einen ist dies auf einem separaten Schraubschaft möglich. Dabei wird das Handrad an das Ende des Stellantrieb angebracht. Dies wiederum dient dazu den Stellantriebsweg zu begrenzen und den Antrieb selbst bei vollem Hub zu halten.

Dann kann die Montage noch auf einem verschraubten Schaft erfolgen. Dieser greift hierbei in die Federhalteplatte ein. Dies ermöglicht eine Einstellung der Federbelastung des Stellantriebs sowie eine Erhöhung der Last, um so zu verhindern, dass eine Bewegung des Stellantriebs stattfindet.

Ein Handrad kann auch auf einer Spindel montiert werden. Dies dient dazu den Fahrbereich eines Stellantriebs zurückzusetzen. Es ist wichtig, dass Sie die Handräder niemals an den Ventilen verwenden, die für die Sicherheitsabschaltfunktionen eingesetzt werden. Zudem müssen Sie darauf achten, dass bei einigen Mechanismen teilweise große Geschwindigkeitsverhältnisse bestehen. Bei Betrieb eines Handrads kann dies besonders große Kräfte erzeugen.

Dann gibt es noch Sicherheitsventile. Diese schützen Geräte vor Beschädigungen und Explosionen. Sie sind meistens an Druckbehältern in Chemiefabriken montiert. Bei einem Sicherheitsventil findet eine automatische Betätigung statt, wenn der Druck bei der Einlassseite eine bestimmte Intensität oder Menge erreicht. Dadurch kann gewährleistet werden, dass eine geringe Menge des Drucks oder Gases abgelassen wird. Dieses Ventil dient demnach der Regelung des Drucks und ist die letzte Sicherheitsvorrichtung.

Arten von Sicherheitsventilen:

Es gibt viele verschiedene Sicherheitsventile, die für unterschiedliche Bereiche zum Einsatz kommen. Diese müssen nämlich jeweils unterschiedlichen Anforderungen standhalten.

  • Ein Standard-Sicherheitsventil dient generell dazu, dass bei einem Massendurchfluss und einem Anstieg des Drucks nicht mehr als 10 % davon abgelassen werden können.
  • Ein Vollhub-Sicherheitsventil besitzt die Eigenschaft, dass es sich bei einem Druckanstieg von 5 % öffnet und dafür sorgt, dass nicht mehr als 20 % des Drucks entweichen können.
  • Bei einem direkt belasteten Sicherheitsventil wirkt der Öffnungskraft unter der Ventilscheibe dem Druck entgegen.
  • Bei einem Membransicherheitsventil sind sowohl rotierende als auch linear bewegliche Elemente mittels einer Membran gegen jegliche Auswirkungen der Flüssigkeit geschützt.
  • Dann gibt es noch ein Balg-Sicherheitsventil. Auch dieses wird direkt belastet und es schützt sowohl Federn als auch rotierende Elemente vor den Auswirkungen der Flüssigkeiten.

Eignung und Einsatz in der Ventiltechnik

Ventile bestehen aus unterschiedlichen Teilen und sind für gewöhnlich aus Metall oder Kunststoff gefertigt. Die Ventiltechnik zielt darauf ab dafür zu sorgen, dass Flüssigkeiten oder Gase nicht aus Rohren entweichen können, was ansonsten zu Explosionen, Verschmutzungen und Unfällen jeglicher Art führen könnte. Deshalb ist die Dichtung eines Ventils von entscheidender Bedeutung und der Grund weshalb es viele unterschiedliche Modelle gibt. Vor allem bei gefährlichen Materialien, die sich in Rohren befinden, ist es wichtig, dass die Ventile so fest sitzen, dass sie viel Kraft benötigen, um sich öffnen zu lassen. So gibt es beispielsweise besonders große Ventile, die mit Hebeln und Rädern ausgestattet sind, die mit menschlicher Kraft alleine nicht geöffnet werden können.