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Ein geöffnetes Metall-3D-Drucksystem mit blauem Laserlicht, ein Industrieroboter und ein frisch gedrucktes Bauteil in einer

Neue Entwicklungen im Metall-3D-Druck und strategisches Rebranding vor der Formnext 2026

28. Oktober 2026 by Redaktion

Der Metall-3D-Druck etabliert sich zunehmend als Schlüsseltechnologie für den Schiffs-, Luft- und Maschinenbau. Kurz vor der Leitmesse Formnext 2026 haben mehrere Hersteller ihre neuesten Systeme vorgestellt oder angekündigt. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Innovationen von Atlix, Fronius, ANiMA und Oscar PLT zusammen, beleuchtet die damit verbundenen Markttrends und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung für die Industrie.

Inhaltsverzeichnis

  • Atlix: Vom TruPrint zur xBuild-Serie – Technisches Kern bleibt erhalten
    • Risiken des Rebrandings und Kundenunterstützung
  • Fronius Additive Cell: Integrierte 8-Achsen-WAAM-Lösung
    • Nachbearbeitungsbedarf im WAAM-Prozess
  • ANiMA verbindet chinesische PBF-Technologie mit europäischer Anpassung
  • Oscar PLT: Mobile Draht-LMD-Reparaturlösungen für Werft und Windkraft
  • Markttrends und Ausblick auf die Formnext 2026
  • Fazit

Atlix: Vom TruPrint zur xBuild-Serie – Technisches Kern bleibt erhalten

Nach dem Verkauf des Additiv-Geschäfts von Trumpf an LEO III Fund übernimmt Atlix die Weiterführung der bewährten Systeme. Das Rebranding vom etablierten TruPrint-Portfolio zur xBuild -Modellreihe wurde am 1. September 2026 offiziell bekannt gegeben.

  • Technische Identität unverändert – die xBuild-Serien basieren auf den ehemaligen Trumpf-Systemen.
  • Vier Modelle (xBuild 1000, 2000, 3000, 5000) decken unterschiedliche Produktionsanforderungen ab.
  • Maximale Laserleistung pro xBuild 5000: 4 kW (Quelle S3).
  • Bauraumvorwärmung bei xBuild 3000: 200 °C (Quelle S3).
  • Einheitliche Baugruppen mit modifiziertem Design, was den Übergang für Bestandskunden erleichtert.

Damit sendet Atlix ein klares technisches und visuelles Signal, das Vertrauen bei etablierten Kunden schafft, obwohl das Markenlabel sich geändert hat.

Risiken des Rebrandings und Kundenunterstützung

Ein potenzielles Risiko besteht darin, dass Bestandskunden die Marktpositionierung neu bewerten könnten. Laut den bereitgestellten Gegenargumenten kann dies die Wahrnehmung oder Unterstützung beeinflussen, solange die neue Marke noch nicht vollständig etabliert ist.

Auf die häufig gestellte Frage, ob Atlix den Support für bestehende Systeme weiterführt, lautet die offizielle Antwort: Ja, bestehende Kunden behalten den Support und die technische Kontinuität; Neuanlagen erhalten das erweiterte xBuild-Design.

Fronius Additive Cell: Integrierte 8-Achsen-WAAM-Lösung

Fronius präsentiert die Additive Cell, eine vollständig integrierte 8-Achsen-Roboterzelle für Wire-Arc-Additive-Manufacturing (WAAM). Die Lösung kombiniert die CMT Additive PRO, die iWave-Stromquelle und die Polaris-Steuerung und richtet sich an Produktion und Reparatur, insbesondere in der Schiffsindustrie.

  • 8 Freiheitsgrade ermöglichen komplexe Bauteilgeometrien (Quelle S1).
  • Automatisierte Prozesskette: CAD-Daten → Roboterbahn über Vectris-Software (Jahr 2026).
  • Maximale Schmelzgeschwindigkeit: 550 mm/s für geschlossene Metallbauteile (Jahr 2026).
  • Kombination aus CMT-Technologie und iWave reduziert Materialspritzer und verbessert Schweißqualität.
  • Polaris steuert sämtliche Abläufe und sorgt für reproduzierbare Ergebnisse.

Die Additive Cell richtet sich besonders an Branchen, die große, komplexe Ersatzteile benötigen, weil sie den kompletten digitalen Workflow von der Konstruktion bis zur Fertigung abdeckt.

Nachbearbeitungsbedarf im WAAM-Prozess

Trotz der hohen Schmelzgeschwindigkeit bleibt der WAAM-Prozess nach wie vor mit erheblichem Nachbearbeitungsaufwand verbunden, was die Produktionskosten erhöhen kann. Dieser Aspekt wird von den bereitgestellten Gegenargumenten betont.

ANiMA verbindet chinesische PBF-Technologie mit europäischer Anpassung

Der griechische Hersteller ANiMA adaptiert die von Zrapid aus China stammende Powder-Bed-Fusion-Technologie (PBF) für den europäischen Markt. Durch den Einsatz europäischer Steuerungskomponenten und offener Prozessparameter wird die Maschine flexibler und benutzerfreundlicher.

  • Bauraumgröße A1: 160 × 160 × 210 mm (Quelle S4).
  • Reduzierte Bauraumaufteilung für Legierungsexperimente: 50 × 50 mm (Jahr 2026).
  • Mehr als 220 konfigurierbare Prozessparameter geben Anwendern vollen Zugriff auf Maschineneinstellungen (Quelle S4).
  • Zielgruppen: kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Forschungseinrichtungen.

ANiMA nutzt den Technologietransfer, um die Kosteneffizienz der chinesischen Basisplattform mit den Qualitätsansprüchen des europäischen Marktes zu verbinden.

Oscar PLT: Mobile Draht-LMD-Reparaturlösungen für Werft und Windkraft

Der Formnext-Aussteller Oscar PLT hat ein System entwickelt, das es ermöglicht, Gussteile direkt auf der Werft oder an Windkraftanlagen additiv zu reparieren. Das Verfahren basiert auf einem drahtbasierten Laser-Metal-Deposition (LMD)-Verfahren und verspricht eine prozesssichere Fertigung kritischer Bauteile.

  • Mobiler Einsatz auf Schiffen und Windkraftanlagen.
  • Direkte additive Reparatur von Gussteilen vor Ort.
  • Prozesssicherheit bei kritischen Bauteilen, wie vom Unternehmen betont.

Die Lösung ergänzt das Portfolio der Unternehmen, die sich auf großskalige, ortsnahe Fertigung und Instandhaltung spezialisieren.

Markttrends und Ausblick auf die Formnext 2026

Die vorgestellten Innovationen zeigen einen klaren Trend: Metall-3D-Druck wird zunehmend zu einer strategischen Kerntechnologie für die Serienfertigung in industriellen Anwendungsfeldern. Die Kombination aus standardisierten, automatisierten Prozessen (Fronius Additive Cell), flexiblen PBF-Systemen (ANiMA) und mobil einsetzbaren Reparaturlösungen (Oscar PLT) erweitert die Einsatzmöglichkeiten enorm.

Gleichzeitig verdeutlichen die Rebranding-Maßnahme von Atlix und die Betonung der technischen Kontinuität, dass Markenidentität und Kundentransparenz wichtige Erfolgsfaktoren bleiben. Die Risiken eines Markenwechsels werden aktiv adressiert, indem Support-Versprechen und technische Gleichheit kommuniziert werden.

Die Formnext 2026 wird damit zur Plattform, auf der diese Entwicklungen zum ersten Mal in größerem Maßstab präsentiert werden. Unternehmen können, basierend auf den hier dargestellten Fakten, die nächsten Schritte für ihre Produktionsstrategien planen – sei es durch Investition in integrierte WAAM-Zellen, durch Nutzung flexibler PBF-Anlagen oder durch Teilnahme an der wachsenden mobilen Reparatur-Economy.

Fazit

Die Metall-Additive-Fertigung steht an einem Wendepunkt: Technologische Fortschritte, strategische Markenentscheidungen und neue Anwendungsfelder konvergieren kurz vor der Formnext 2026. Atlix demonstriert, dass ein Rebranding ohne Verlust der Kerntechnologie machbar ist, während Fronius, ANiMA und Oscar PLT mit innovativen Systemen die Bandbreite von großformatiger Serienproduktion bis hin zu ortsnahen Reparaturen erweitern. Unternehmen, die frühzeitig auf diese Entwicklungen setzen, sichern sich Wettbewerbsvorteile in Branchen, die von hoher Präzision, Flexibilität und schneller Lieferfähigkeit profitieren.

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