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Recycling von Kunststofffolien in Markranstädt – Nachhaltige Kreislaufwirtschaft

18. Juni 2026 by Redaktion

Recycling von Kunststofffolien in Markranstädt – Nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Die Wiederverwertung von Kunststofffolien ist ein zentraler Baustein für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. In Markranstädt bei Leipzig hat die Rymoplast Deutschland GmbH ein hochmodernes Werk errichtet, das jährlich rund 30.000 Tonnen Folienabfälle in hochwertiges LDPE-Regranulat umwandelt. Dieses Material erreicht in seiner Qualität die von Neuware und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Plastikabfällen.

Inhaltsverzeichnis

  • Globale Plastikproduktion und aktuelle Recyclingraten
    • Wichtige Kennzahlen im Überblick
  • Rymoplast: Zahlen, Fakten und Standort Markranstädt
    • Prozessschritte im Recyclingwerk
  • Bedeutung des Thermomanagements im Recycling
    • Thermomanagement-Ziele im Detail
  • Technische Lösung von Technotrans: Das Container-Kühlsystem
    • Vorteile des Container-Konzepts
  • Herausforderungen und Perspektiven für die EU
    • Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
  • FAQ zum Kunststoffrecycling
  • Fazit

Globale Plastikproduktion und aktuelle Recyclingraten

Im Jahr 2022 wurden weltweit über 368 Millionen Tonnen Kunststoff produziert (Greenpeace Report 2022). Trotz dieses enormen Umfangs wird nur ein kleiner Teil recycelt. Die EU-Durchschnitts-Recyclingrate lag 2021 bei lediglich 9 % (PlasticsEurope). Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit effizienter Recyclinglösungen.

Wichtige Kennzahlen im Überblick

  • Globale Plastikproduktion 2022: 368 Millionen Tonnen
  • EU-Recyclingrate 2021: 9 %
  • Rymoplast recycelt jährlich knapp 500.000 Tonnen Kunststoff
  • Investition in das Markranstädt-Werk: rund 30 Millionen Euro
  • Verarbeitete Folienabfälle in Markranstädt: 30.000 Tonnen pro Jahr

Rymoplast: Zahlen, Fakten und Standort Markranstädt

Die Morssinkhof-Rymoplast-Gruppe ist ein führender Anbieter im Kunststoffrecycling und beschäftigt rund 800 Mitarbeitende. Das Unternehmen hat in Markranstädt ein neues Recyclingwerk gebaut, das seit 2022 in Betrieb ist. Dort wird aus gebrauchten LDPE-Gewerbe- und Industriefolien ein Regranulat hergestellt, das in seiner Qualität Neuware in nichts nachsteht.

Prozessschritte im Recyclingwerk

  • Anlieferung von Folienballen
  • Schreddern der Folien
  • Waschen und Trocknen
  • Extrudieren der Schmelze
  • Zerkleinern des Extrudats zu Granulat

Der stabile Betrieb beruht auf drei Säulen: Druckluft, Wasser und ein zuverlässiges Thermomanagement. Wie Mark Langenhof, Business Development & Application Engineer bei Rymoplast, betont: „Fällt eine davon aus, steht die Produktion.“

Bedeutung des Thermomanagements im Recycling

Ein effizientes Thermomanagement ist entscheidend für die Qualität des Regranulats. Durch präzise Kühlung und Temperierung kann das recycelte Material die Eigenschaften von Neuware erreichen – ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Bei falscher Kühlung verklebt das Granulat, die Qualität verschlechtert sich rapide.

Thermomanagement-Ziele im Detail

  • Exakte Temperierung der Schmelze im Extruder
  • Vermeidung von Granulatverklebungen
  • Erreichen einer Produktqualität, die mit Virgin-Material vergleichbar ist
  • Steigerung der Prozessstabilität und Reduktion von Ausfallzeiten

Technische Lösung von Technotrans: Das Container-Kühlsystem

Für das neue Werk in Markranstädt wandte sich Rymoplast an Technotrans. Das Unternehmen entwickelte eine außen installierte Kühlanlage als Containerkonzept, das die gesamte Kühltechnik – Pumpen, Tanks, Kältemaschinen und Schaltschränke – in wetterfesten Containern integriert. Dieses Konzept spart Platz in der Werkhalle und liefert im Endausbau eine Kälteleistung von 1,5 Megawatt für die Extruder von Erema und die Peripheriesysteme.

Vorteile des Container-Konzepts

  • Platzsparend: keine Aufstellung von Großanlagen in der Produktionshalle
  • Flexibel: modulare Erweiterbarkeit bei steigenden Produktionsvolumina
  • Wetterfest: Schutz der Technik vor Umwelteinflüssen
  • Komplettlösung: Lieferung von Pumpen, Tanks, Kältemaschinen und Schaltschränken aus einer Hand

Herausforderungen und Perspektiven für die EU

Trotz Fortschritten von Unternehmen wie Rymoplast bleiben die EU-Recyclingraten deutlich hinter den notwendigen Zielen zurück. Der niedrige Anteil recycelter Kunststoffe (9 %) gefährdet die langfristige Nachhaltigkeit. Effiziente Thermomanagement-Strategien und Investitionen in moderne Recyclinganlagen können jedoch dazu beitragen, die Quote zu erhöhen.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

  • Globale Plastikproduktion übersteigt 368 Millionen Tonnen, Recycling bleibt gering.
  • Rymoplast verarbeitet in Markranstädt jährlich 30.000 Tonnen Folien zu hochwertigem Regranulat.
  • Thermomanagement ist Schlüssel zur Qualitätssteigerung des recycelten Materials.
  • Technotrans liefert ein innovatives Container-Kühlsystem mit 1,5 MW Kälteleistung.
  • EU-Recyclingrate von 9 % zeigt Handlungsbedarf.

FAQ zum Kunststoffrecycling

Wie häufig werden Kunststoffe tatsächlich recycelt?
In der EU liegt die Recyclingrate bei nur etwa 9 %, was erhebliche Verbesserungen in der Industrie erfordert.

Fazit

Das Recycling von Kunststofffolien in Markranstädt demonstriert, wie gezielte Investitionen (30 Millionen Euro) und ein durchdachtes Thermomanagement die Qualität von Regranulat auf das Niveau von Neuware heben können. Mit einer jährlichen Verarbeitung von 30.000 Tonnen Folienabfällen leistet Rymoplast einen messbaren Beitrag zur Reduktion von Plastikabfällen. Gleichzeitig verdeutlichen die globalen Produktionszahlen und die niedrige EU-Recyclingrate die Notwendigkeit, weitere innovative Lösungen zu fördern, um die Kreislaufwirtschaft nachhaltig zu stärken.

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