Viele Privatpersonen verwenden begeistert eine Videobearbeitung Freeware. Sollen die selbst produzierten Filme jedoch kommerziell genutzt werden, müssen bei vielen Videoschnittprogrammen teure Lizenzen gekauft werden. Gerade Start-up Gründer oder Inhaber von kleinen Betrieben möchten Ihr Marketing-Budget aber nicht für eine teure Videobearbeitungssoftware ausgeben und sind auf der Suche nach einer geeigneten Videobearbeitung als Freeware. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen kurz auf, worauf Sie als Unternehmer achten sollten, wenn Sie eine kostenlose Videosoftware kommerziell nutzen möchten.

Einige Freeware Videobearbeitung erzeugt ein unschönes Wasserzeichen 

Auch wenn der Funktionsumfang bei manchen kostenlosen Videoprogrammen mittlerweile enorm ist, sehen sich viele Unternehmer später mit diesem Dilemma konfrontiert: Der liebevoll bearbeitete Imagefilm enthält ein unschönes Wasserzeichen von einer anderen Firma! In so einem Fall bleibt dem Betriebsinhaber meist nichts anderes übrig, als:

– das eigene Video zu kaufen, um das firmenfremde Logo zu entfernen

– den selbst erstellten Film wieder zu verwerfen

Es kann sehr ärgerlich sein, wenn der Anbieter der vermeintlich kostenlosen Videosoftware nicht von vornherein auf diesen Umstand hinweist. Schon viele Stunden Arbeit sind auf diese Weise leider sinnlos verpufft, da kaum ein Gründer in seinem Werbefilm kostenlos für ein anderes Unternehmen Reklame schalten möchte.

Anstatt eines Wasserzeichens kann es ebenso gut sein, dass ein Backlink zu dem Anbieter der Videobearbeitung Freeware gesetzt werden muss. Einige Firmenchefs empfinden dies als das kleinere Übel, solange der selbst geschnittene Film kostenlos genutzt werden kann. Es ist dabei in vielen Fällen möglich, die Verlinkung auf eine selten besuchte Unterseite der eigenen Homepage zu setzen, etwa in das Impressum oder eine ähnliche Seite.

Darf ich kostenlos erstellte Videos auf YouTube hochladen? 

Es gibt eine Vielzahl an kostenlosen Videobearbeitungsprogrammen, die für Privatpersonen eine vollständige Lizenzfreiheit erlauben. Wer jedoch mit einem gratis Videoschnitt Programm für das eigene Unternehmen Werbung machen möchte, sollte sich unbedingt über die jeweiligen Konditionen genau informieren. Auch, wenn man schon lange mit dem Programm im privaten Anwenderbereich umgeht, kann es eigene Regelungen für die kommerzielle Nutzung geben.

Dies beinhaltet auch den Upload der Unternehmensfilme auf Videoportale wie YouTube, Vimeo und andere. Auf der sicheren Seite sind Firmeninhaber und Gründer dann, wenn Sie eine kostenpflichtige Lizenz für das Filmschnittprogramm erworben haben. Diese kann dauerhaft gelten, bei den meisten Anbietern ist das Volumen der Verbreitung des eigenen Videomaterials jedoch begrenzt. Es können also auf die Firma höhere Gebühren zukommen, wenn der eigene Imagefilm auf vielen Internetseiten gezeigt werden soll. Üblicherweise dürfen die Filme nach dem Lizenzkauf auch offline verbreitet werden, so dürfen etwa CDs als Beilage in Broschüren an den Kunden weitergegeben werden. Es kann in einigen Ausnahmefällen jedoch sein, dass sich die Lizenz rein auf die Online-Publikation des eigenen Videomaterials beschränkt.

Der lizenzfreie Werbefilm auf der eigenen Website: Darauf kommt es an! 

Um die Ladezeit der eigenen Firmenhomepage gering zu halten, empfiehlt es sich, den Unternehmensfilm auf einer externen Plattform hochzuladen. Wird die vollständige Videodatei vom eigenen Server geladen, kann dies den Aufbau der Seite nachteilig beeinflussen. Gerade bei Anwendern, die auf dem Smartphone unterwegs eine gedrosselte Internetverbindung nutzen, kann es dann leicht passieren, dass die Seite gar nicht erst angeschaut wird. 

Mit Html5 ist es mittlerweile möglich, einen extern eingebetteten Videofilm direkt beim Besuchen der Seite abzuspielen. Über den Browser lässt sich dies jedoch deaktivieren, grundsätzlich sollte stets vorsichtig mit einer Manipulation des Internetnutzers umgegangen werden: Nicht alle Kaufinteressenten wollen sofort den Erklärfilm auf der Homepage anschauen!

Um die Ladezeiten gering zu halten, sollte der Videofilm für die eigene Homepage entsprechend vorbereitet werden, eine maximale Größe von etwa 400 – 500 MB sollte nicht überschritten werden. Für eine Einbettung in Html5 ist nicht jedes Videoformat geeignet, hier sollte jeder Unternehmer darauf achten, dass die gewählte Videobearbeitung als Freeware das gewünschte Ausgabeformat unterstützt.

Fazit: Nicht jede Freeware Videobearbeitung ist für Unternehmen gut geeignet 

Professionelle Video Tools wie Adobe Premiere oder After Effects gibt es mittlerweile nur noch im kostenintensiven Abo. Eine Alternative sind Videobearbeitungsprogramme, die mit einer einmaligen Lizenz dauerhaft für die eigene Firma gekauft werden können. Nicht alle bekannten Videoschnittprogramme für Heimanwender lassen sich auch einfach so für die Firma nutzen! Wer nach einer kostenlosen Videobearbeitung Freeware auf der Suche ist, sollte nicht nur die Lizenz für die Veröffentlichung des eigenen Videomaterials prüfen. Unschöne Wasserzeichen oder falsche Ausgabeformate lassen den Charme des Firmenvideos schnell verloren gehen.

YouTube bietet mittlerweile ein eigenes Videoprogramm an, andere große Videoplattformen ziehen nach. Der Vorteil dieser Variante ist, dass sich der fertige Film im Browser bearbeiten lässt. Auch Laien auf dem Gebiet der Videobearbeitung können mit diesem Baukastensystem gut arbeiten. Nachteil im Vergleich zu einer professionellen Videobearbeitung ist, dass der Funktionsumfang sehr eingeschränkt ist und nur grundlegende Effekte oder Bildübergänge möglich sind.

Die geschickteste Variante ist immer noch, sich einen Werbe-, Erklär-, oder Imagefilm in einer örtlichen Full-Service-Agentur erstellen zu lassen. Wer seine Videos in einer Werbeagentur produzieren lässt, braucht sich um Lizenzen oder teure Abo-Gebühren keine Sorgen machen.