Mit einem Webinar erreichst du Menschen auf der ganzen Welt. Du kannst sie nutzen, um dich und dein Wissen zu präsentieren. Du kannst eine Dienstleistung oder ein Produkt bewerben. Webinare machen dich und deine Teilnehmer ortsunabhängig.

Was ist ein Webinar?

Webinar ist die Kurzform von Web-Seminar. Gemeint ist damit eine Lern- oder Lehrveranstaltung, die über das Internet, das World Wide Web, verläuft. Wie ein Seminar dient es der Weiterbildung.

Webinare sind Live-Veranstaltungen. Sie laufen in Echtzeit ab. Wie in einem Seminar hält der Dozent nicht nur Vorträge. Webinare sind dazu da, dass Dozent und Teilnehmer sich gegenseitig austauschen können.

Technische Voraussetzungen

Als Teilnehmer kannst du dich über eine Chatfunktion jederzeit ins Webinar einklicken. Du brauchst dazu ein Endgerät mit Webbrowser. In der Regel erhältst du per E-Mail einen Link vom Veranstalter. Dieser wird kurz vor Beginn des Webinars freigeschaltet.

Einsatzmöglichkeiten

  • E-Learning
  • Schulungen
  • Präsentation von neuen Produkten
  • Neue Kontakte im Marketing
  • Pressekonferenzen
  • Online Interviews
  • Ersatztreffpunkt für Menschen, die weit voneinander entfernt wohnen

Vorteile von Webinaren

Mit einem Webinar kannst du viele Menschen zur gleichen Zeit erreichen. Du sparst Zeit, denn du musst denselben Inhalt nicht jedem einzelnen Kunden/Interessenten erklären.

Als Webinar-Veranstalter hast du keine Reisekosten. Außerdem sparst du Zeit, denn Reisezeiten entfallen.

Teilnehmer können unabhängig von ihrem eigenen Standort teilnehmen. Sie können sich aus allen Teilen der Welt zuschalten. Auch der Veranstalter ist an keinen Ort gebunden. Er kann von zu Hause aus arbeiten, sogar von einem Urlaubsort aus.

Mit einer geeigneten Webinar-Software ist sowohl die Registrierung der Teilnehmer als auch die Verwaltung, Auswertung und Speicherung der Veranstaltung problemlos möglich. Durch das Abspeichern sind die Themen und Inhalte der Webinare jederzeit wieder abrufbar.

Das braucht man für ein Webinar

Wenn du ein Webinar veranstalten willst, sind ein paar technische Voraussetzungen nötig. Du brauchst ausreichend Arbeitsspeicher auf deinem Computer (mindestens 4 GB) und eine Verbindungsgeschwindigkeit von 16 Mbit/s, damit du alle Funktionen der Webinar-Plattform optimal nutzen kannst. Sonst kann es zu Übertragungsproblemen kommen.

Zusätzlich brauchst du eine Webcam und ein Headset und ausreichende Beleuchtung. Mit dem Headset kannst du störende Hintergrundgeräusche vermeiden. Übrigens: Eine externe Kamera liefert bessere Bilder als die im Computer integrierte.

Außerdem musst du für einen angenehmen Hintergrund sorgen. Zeigt das Bild die Möbel deiner Wohnung, kann das die Teilnehmer von Thema ablenken. Ein Hintergrundsystem mit Ständer und Hintergrundstoff oder Papierleinwand macht sich besser.

Storytelling in Webinaren

Storytelling ist mehr als ein blutleerer Text. Diese Art der Darbietung fesselt die Zuhörer und weckt Emotionen. Storytelling geht immer nach dem gleichen Prinzip:

  • Emotionale Ausgangssituation
  • Sympathische Hauptfigur
  • Konflikt, der auch anderen bekannt ist
  • Entwicklung/Veränderung
  • Höhepunkt

Storytelling wird z.B. in der Werbung eingesetzt. Eine gute Werbung schafft es, Emotionen zu wecken. Der Kunde verbindet diese mit dem beworbenen Produkt.

Wenn du Storytelling in deinen Webinaren verwenden willst, musst du folgende Grundsätze beachten:

  • Kenne deine eigene Botschaft, die du vermitteln willst
  • Erzähle authentische Geschichten und bleib authentisch
  • Gib etwas von dir preis und mach dich angreifbar
  • Sprich Herz UND Verstand des Publikums an
  • Sei auf Augenhöhe mit deinem Publikum
  • Erfülle deine Versprechungen
  • Setze am Schluss einen Höhepunkt

So erreichst du deine Zuschauer auch emotional.

Webinare in der Industrie

Die Industrie setzt Webinare ein, um einen größeren Personenkreis über neue technische Errungenschaften und die neusten Entwicklungstrends zu informieren. Hier nur ein paar Beispiele aus dem unendlichen Feld der Möglichkeiten:

  • Digitale Transformation in der Industrie
  • Digitalisierung der Produktion
  • Fernwartung von Industrierobotern
  • Sicherheitsspezifische Zuordnung neuer Technologien

Mit Webinaren können möglichst viele Mitarbeiter und Interessierte erreicht werden. Sie eignen sich auch für Weiterbildungsprogramme der Mitarbeiter.

Webinare im Verkaufsprozess

Im Verkaufsprozess geht es einmal darum, Interessenten zu gewinnen. Im zweiten Schritt geht es darum, aus Interessenten Kunden zu machen. Diese sollen sich letztlich an die Marke oder das Produkt auch längerfristig binden. Alle drei Schritte lassen sich in Webinaren durchführen.

Allen voran stehen die Marketing-Webinare. Sie wecken das Interesse an einem Produkt. 

Mit ihnen werden die ersten Interessenten gefunden, die später möglicherweise das Produkt kaufen. Ist das Interesse beim Kunden da, können die einzelnen Produkte vorgestellt werden. Das geschieht zum einen so ausführlich, dass der Kunde sich als Experte fühlen kann. Zum anderen werden die Vorteile des Produktes deutlich herausgestellt. Erst nach diesen Vorläufen kommt das eigentliche Verkaufsangebot.

So ähnlich können Webinare zum Verkaufsprozess ablaufen. Dieser Ablauf gilt natürlich auch für Dienstleistungen. Dem Veranstalter liefern sie einen erweiterten Kreis potenzieller Kunden.

Um den ganzen Verkaufsprozess noch besser zu automatisieren, kannst du Automatisierte Webinar Softwaretools wie Webinaris einsetzen, da du so noch weniger Zeit einsetzen brauchst und nicht von der Internetverbindung abhängig bist. 

So kannst du selbst ein Webinar organisieren

Zunächst musst du dir klar sein über das Thema deines Webinars. Informiere dich genau, damit du auch für Fragen deiner Zuschauer gerüstet bist.

Entscheide dich für ein Format. Für ein eher kleineres Publikum ist die Form der Präsentation das geeignete Format. Als Moderator der PowerPoint-Präsentation hältst du Audio-/Video-Material im Hintergrund bereit.

Dann wählst du die Webinarsoftware aus. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Webinar-Tools. Für Anfänger wäre zunächst ein kostenloses Angebot die bessere Wahl. Nach dem ersten Durchlauf weißt du in etwa, ob dir das Tool alle nötigen Funktionen bietet.

Der nächste Schritt ist das Erstellen einer Registrierungsseite. Das ist eine Art Landingpage, in der du dich und dein Webinar vorstellst. Über diese Seite können sich auch die Teilnehmer anmelden.

Natürlich sollen auch möglichst viele Leute wissen, dass du ein Webinar planst. Du musst dich in den sozialen Medien präsentieren. Wenn du schon potenzielle Teilnehmer hast, schickst du deine Einladungen per Mail. Erwähne dabei die Vorteile, die sie durch dein Webinar haben.

Am geschicktesten ist es, wenn du einen Button zum Webinar an deine Einladung anfügen kannst. Dann haben deine künftigen Teilnehmer die Möglichkeit, dich mit nur einem Klick zu erreichen.

Bevor es richtig losgeht, solltest du unbedingt einen Probelauf machen. Auch wenn du perfekt vorbereitet bist, Technik kann ihre Tücken haben.