Alles, was man für den faszinierenden Baustoff Beton braucht, liefert die Natur, den er besteht ganz einfach aus Zement, Kalkstein und Ton und beinhaltet als sogenannte Körnung Kies und Sand. Zum Schluss wird dem ganzen noch Wasser zugefügt, den erst durch das Wasser bildet der Zement den Zement Leim und kann zu hartem Gestein werden.

Beton ist nicht gleich Beton. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Beton Mischverhältnisse, die diesen im Endergebnis unterscheiden lassen. In der Zusammensetzung unterscheidet er sich dann dadurch das er entweder leicht oder schwer, druckfest oder wärmend ist. 

Je nachdem welche Anforderungen der Beton erfüllen soll, kann er sowohl als Sicherheit und Wärmeschutz, als Feuchteschutz oder auch als Brand und Schallschutz eingesetzt werden. 

Beton ist sehr vielseitig einsetzbar und aus unserer Wirtschaft gar nicht mehr weck zu denken. Er ist ein Baustoff der keine langen Wege hat und überall erhältlich ist. 

Egal ob die Mauersteine aus Leichtbeton sind, aus Betonfertigteile, geschälte Wände aus Transportbeton, verkleidete als Betonwände oder auch ganz naturbelassen. Beton gibt es für jeden Einsatz Bereich und für jeden Geschmack. 

Die Zusammensetzung ist nicht ganz so kompliziert, allerdings müssen hierbei die verschiedenen Komponenten genaustens berechnet werden, nur so enthält man die gewünschten Werte der Endfestigkeit. 

Beton mischen – So wird es richtig gemacht

Wenn Sie Beton mischen, ist es in erster Linie davon abhängig, wofür Sie das Endergebnis schließlich benötigen möchten. Hier gibt es nämlich ganz unterschiedliche Arten diesen richtig anzumischen. 

Der fertige Beton besteht ja aus dem Bindemittel Zement, aus den Zuschlagsstoffen Kies und Sand und zum Schluss das Wasser. Wie viel Wasser Sie beimischen sollten, kann man allerdings nicht ganz so exakt sagen, da die außen Temperatur und sowohl die Luft als auch die Sand-Feuchtigkeit dabei eine große Rolle spielen. Generell kann man aber sagen, wird beim Beton mischen ungefähr auf einen Kilo-Zement, ein halber Liter Wasser beigemischt. 

Beim richtigen Sand sollten Sie beachten einen Maurer- oder Mörtelsand zu verwenden und keineswegs ein Sand der vom Strand stammt. Der Sand vom Strand enthält nämlich Salze, die den Beton nicht richtig binden lassen. 

Das Mischverhältnis von Mörtel und Kalkmörtel 

Kalkmörtel eignet sich zum Beispiel nur für ein Mauerwerk das mindestens 24 cm dick ist, außerdem müssen die Wände unbelastet sein und dürfen maximal über Geschosse gehen. Dieser Mörtel zählt nach DIN 1053 zu der Mörtelgruppe 1 und hat folgendes Mischverhältnis: 

  • 3 Teile Sand und 1 Teil Kalkhydrat

Sollten Sie statt Kalkhydrat einen Kalkteig oder auch einen hydraulischen Kalk verwenden erhöht sich der Sandteil auf 4.

Kalkmörtel ist einfacher als ein Zementmörtel verarbeiten, er ist dafür aber nicht so widerstandsfähig und wasserdurchlässig.

Das Beton Mischverhältnis von Kalkzementmörtel

Ein Kalkzementmörtel kann alle Nachteile und Qualitäten der anderen Mörtelsorten ausgleichen. Ein Überschuss an Zement erhöht die Widerstandsfähigkeit und mehr Kalk vereinfacht dann die Verarbeitung. Kalkzementmörtel gehört laut DIN der Mörtelgruppe 2 an und kann für alle Wände eingesetzt werden. 

Das Beton Mischverhältnis von Zementmörtel

Zementmörtel werden meistens bei Gewölben, Pfeilern oder einem bewehrtem Mauerwerk eingesetzt. Sie sind nicht ganz so einfach zu verarbeiten. Sie sind allerdings im Gegensatz zu den anderen Mörtelarten am widerstandsfähigsten, binden schnell und sind zudem enorm wasserdicht. Dieses Mischverhältnis gehört zur Mörtelgruppe 3 und besteht aus 1 Teil Zement und 4 Teilen Sand.

Trockenbeton 

Trockenbeton ist in Säcken online oder auch in diversen Baumärkten erhältlich und hat den großen Vorteil das man ihn erstens bei guter und vor allem trockener Lagerung mehrere Monate lagern kann und zweitens brauch man nicht wie bei einer frisch Lieferung auf einem freien Termin der frisch Beton liefere warten. 

Dichte Beton – Die Unterschiede

Egal um welches Material es geht, jedes einzelne ist mit einer eigenen Dichte gekennzeichnet. 

Die Dichte ist festgeschrieben als DIN 1045 Kennwert und hat eine Dichte von etwa 1.500 – 2.5000 kg/m³ oder 1,8 – 2,4 g/cm3. Dieses bedeutet umgerechnet das ein Kubikmeter Beton ungefähr 2,400t wiegt. Die Beton Dichte ist somit gering. 

Die Rohdichte ist abhängig von der Materialzugaben. Normalbeton hat beispielsweise eine Trockenrohdichte die zwischen 2.000 und 2.600 kg/m³ liegt. Eine Beton Dichte über 2.600 kg/m³ heißt Schwerbeton oder auch Stahlbeton. Leichtbeton hingegen ist mit Bimsstein oder Blähton versetzt und hat eine Dichte die unter 2.000 kg/m³ liegt.

Die verschiedenen Dichten hängen in erster Linie von den unterschiedlichen Materialbeschaffenheiten ab. Dem Beton Gemisch kann entweder Sand, Split oder Kies beigemischt werden, es besteht aber auch die Möglichkeit andere Materialien wie Stahl Glas oder auch Kunststoff zu verwenden. 

Abhängig davon sind dann auch die Beton dichten, egal ob im frischen oder im trockenen Zustand. 

Die Eigenschaften verschiedener Betonarten 

Beton ist immer wieder verschiedensten Beanspruchungen ausgesetzt, die unterschiedlichen Arten des Betons haben verschiedene Eigenschaften, die der Bestimmung und der Beschaffenheit gerecht werden müssen.

Der Estrichbeton

Estrichbeton ist ein Spezialbeton der zur Herstellung von Fußbodenschichten verwendet wird. Die Größe des Korns ist hier begrenzt, um eine dünne Schicht herzustellen.

Der Fließbeton

Fließbeton ist eher weich und hat den Vorteil sich selbstständig ausbreiten.

Der Mineralbeton

Mineralbeton ist hoch verdichtet, meistens wird hierfür ein hoher Anteil gebrochener Körner verwendet. Mineralbeton wird auch ohne Bindemittel zu einem sehr standfesten Baustoff, dieser oft im Straßenbau oder als Untergrund für die Terrasse Verwendung findet. 

Der Porenbeton

Porenbeton enthält statt einer Gesteinskörnung sogenannte Luftporen, die durch ein chemisches Aufschäumen erzeugt werden. 

Der Schleuderbeton

Zur Herstellung von Rohren, Pfählen und Masten. Verdichtung durch schnellrotierende Stahlschalungen, wodurch ein niedriger Wasserzementwert von 0,3 erreicht wird und ein sehr fester und dichter Beton entsteht.

Der Sichtbeton

Sicht beton ist eine Betonart die hohe Anforderungen an der sichtbaren Oberfläche hat.

Der Sperrbeton

Sperrbeton ist Wasserundurchlässig und kann beispielsweise durch die Zugabe von Sperrmitteln nachbehandelt werden. 

Der Spritzbeton

Spritzbeton wird vorwiegend im Bau von Tunneln eingesetzt und wird mittels Druckluft in Rohrleitungen und Schläuchen verdichtet. 

Der Stahlbeton

Stahlbeton kann zwar einen hohen Druck dafür aber keine sogenannte Zugspannungen aufnehmen. Zur Verstärkung werden bei dieser Form Stahleinlagen mit einbetoniert.

Der Vakuumbeton

Bei einem Vakuumbeton wird durch sogenannte Saugmatten das überschüssige Wasser entzogen, was die Oberfläche dichter werden lässt, so haben Risse später keine Chance. 

Der richtige Transport und das Schützen von Frischbeton

Wenn man Frischbeton transportiert sollte man bestimmte Regeln beachten, ansonsten kann sich die Qualität des Betons verschlechtern. Für die unterschiedliche Betonzusammensetzung sollte man immer die Transport-Zeit und die Transportstrecke berücksichtigen. Allgemeine sollte man etwa 1 Stunde nachdem der Beton angemischt ist auf der Baustelle sein, um ihn zu verarbeiten. 

Wenn man den frischen Beton verarbeitet hat, sollte man in den ersten paar Tagen darauf achten, das dieser vor Umwelt und Wettereinflüsse wie beispielsweise Regen, Frost, starker Erwärmung oder auch starkem abkühlen geschützt ist. Hierfür kann man spezielle Folien verwenden. 

Der Beton Preis

Die Fertigbeton Preise oder auch die Trocken Beton Preise können ganz unterschiedlich sein, dieses ist abhängig davon, ob man sich für einen trocken Beton oder einen frischen Beton entscheidet. 

Der Beton Preis bei einem trocken Beton startet schon bei günstigen 2/3 € sollte man sich aber für einen Fertigbeton entscheiden, spielen beim Fertigbeton Preis folgende Faktoren eine Rolle:

  • alle Material kosten 
  • Beton Verarbeitung 
  • Kosten Rund um den Transport 
  • die Druckfestigkeit
  • ein Abbindebeschleuniger oder -verzögerer
  • ein Luftporenbildner
  • die Fließmittelzugabe
  • ein Frostschutzzuschlag
  • eine eventuelle Konsistenzänderung
  • die Pumpfähigkeit
  • eine Kilometer-Transportpauschale
  • ein Winterzuschlag
  • ein Überstundenzuschlag
  • Zuschläge für Sonn- und Feiertage
  • einen Nachtzuschlag
  • einen Mindermengenzuschlag
  • eine Restbetonentsorgung nach Entleerung
  • eine Entladezeit

All diese Faktoren spielen bei einem Frischbeton eine Rolle und lassen sich nicht vermeiden. Die Preise für einen Kubikmeter Beton starten etwa bei 65 €. 

Das Fazit

Ob man sich im Endeffekt für einen trocken oder einen frischen Beton entscheidet das muss jeder für sich selber entscheide. Wegt hierbei auch ab wie viel eigenen Körper Einsatz ihr investieren wollt. Außerdem solltet ihr beim einem trocken Beton beachten das eventuell Kosten für eine ausgeliehene Maschine kalkuliert werden müssen. 

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