Mineralbeton ist ein spezieller Baustoff, der aus einem hochverdichteten Mineralstoffgemisch, und einem hohen Anteil an gebrochenen Korn besteht. Beim Einbau ist darauf zu achten, dass keine Entmischungen entstehen. Mineralbeton wird ohne Verwendung von Bindemittel zu einem hochfesten Baustoff, der zum Beispiel bei Straßendecken angewandt wird. Ein beliebtes Produkt ist eine korngestufte Schotterschicht mit einem Frostschutzmaterial nach ZTV T-StB 95.

Was ist Mineralbeton? 

Bei Mineralbeton handelt es sich um eine spezielle Form des gewöhnlichen Betons, da er keinerlei Zement als Bindemittel aufweist. Es ist hier eine Mischung aus Gesteinskörnern in verschiedenen Größen. Der Anteil an enthaltenem, gebrochenem Korn ist zumeist sehr hoch. Zum Vermischen des Grundstoffes wird nur Wasser benötigt. Wichtig hierbei ist, dass der Beton korrekt verdichtet wird, so dass tragfähige Schichten oder spezielle Unterbauten für Straßen, Wege, und auch andere Flächen entstehen. 

Eigenschaften und Anwendung von Mineralbeton 

Nach dem Vermischen mit Wasser ist der Beton ein hochverdichteter Werkstoff aus unterschiedlichen Kiesarten, wie Split oder auch Brechkies. Es handelt hierbei sich um ein Material mit einer sehr hohen Festigkeit, das für großflächige Bauarbeiten im Landschafts- oder Gartenbau verwendet wird. Einer der Vorteile des Betons ist die hohe Festigkeit bei Frost und eine hohe Standfestigkeit.

Die erzeugten Oberflächen können gleich nach der Fertigstellung belastet werden. Wenn einmal Schäden an der Oberfläche auftreten, lassen sich diese einfach ausbessern. Der Baustoff ist je nach verwendeter Körnung wasserdurchlässig oder auch nicht.

Die Kosten für den mineralischen Beton hängen vor allem von der entsprechenden Körnung ab. Sie wird durch die Zahl bestimmt, die sich aus den jeweiligen Größen für die kleinsten und größten Körner ergibt. So beschreibt eine Körnung von 2/45, dass die geringste Korngröße 2 Millimeter ist, die Größe der voluminösesten Körner beträgt 45 Millimeter. Der Wert bestimmt im Hauptsächlichen die Eigenschaften des Betons nach dem Mischen. Es sind auch Betonarten mit Nullanteilen erhältlich. Diese Stoffe werden nach der Verarbeitung und Verdichtung vollständig wasserundurchlässig. Bei dieser Körnung mit Anteilen sehr geringer Körner bleiben nach dem Verarbeiten u zwischen den einzelnen Körnern sehr kleine Zwischenräume bestehen, durch die Wasser ablaufen kann. Wasserundurchlässige Trageschichten aus mineralischem Beton sollten nur dann eingesetzt werden, wenn auch die oberste Deckschicht ebenfalls wasserundurchlässig ist.

Zusammensetzung von mineralischem Beton 

Bedeutend bei mineralischem Beton ist vor allem die größte und kleinste Korngröße. Die Zusammensetzung des Betons ist aber genauso wichtig wie auch die Körnung. Es gibt unzählige Größen für die größten und kleinsten Körner. Außerdem können sich die Anteile bei den verschiedenen Betonarten sehr unterscheiden. Es gibt hierfür spezielle Siebliniendiagramme, in denen die Teile mit prozentualen Angaben grafisch dargestellt sind. Mithilfe solcher Diagramme ist es denkbar, die Strukturen der entsprechenden Gemische zu erkennen. Wichtig ist hierbei die Idealsieblinie, die auch Fuller-Parabel genannt wird. Diese kennzeichnet die optimale Verteilung der verschiedenen Körnungen und deren Größe in einer definierten Betonmischung. Wird die Idealsieblinie erreicht, sind Hohlräume zwischen einzelnen Körnern etwa gleich groß. Die Verteilung der Körner ist in diesem Fall ideal.

Verarbeitung von mineralischem Beton 

Vor dem Verarbeiten des Betons ist es wichtig, dass die Fläche auf die korrekte Höhe gebracht wird und auch die Deckschicht beachtet werden muss. Sehr bedeutend zur Bestimmung der Betonschichtdicke ist auch die Höhe der Belastung auf die jeweilige Fläche. Je größer die Belastung ist, desto stärker ist auch die Tragschicht zu errichten. Handelt es sich hierbei um eine Fläche, die nicht befahren wird, so kann die Stärke etwa zwischen 20 und 30 Zentimetern betragen. Wird die Fläche jedoch befahren, sollte die Dicke der Schicht bestenfalls 40 Zentimeter ausmachen, beim Befahren mit besonders schweren Fahrzeugen und Geräten kann dies auch mehr betragen. Wird die Schicht des Betons mit einer Stärke mehr als 40 Zentimetern aufgebracht, so sollte dies aufbauend und somit schichtweise geschehen.

Quellenangaben

https://www.hausgarten.net/heimwerken/materialien/beton/mineralbeton.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Beton#Mineralbeton