Umweltschutz ist für viele Menschen ein wichtigeres Thema denn je und somit ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Hausbesitzer bzw. Lagerhallen oder Gewerbeinhaber über regenerative Möglichkeiten der Energieversorgung informieren wollen. Dabei erfreut sich die Solarthermie seit einiger Zeit besonders großer Beliebtheit und das hat einen guten Grund: Die Sonne am Himmel stellt nämlich nicht nur eine der wichtigsten Grundlagen dar, die das Leben auf der Erde erst möglich macht, sie ist zudem hervorragend geeignet, um mithilfe der richtigen Technik unseren Energiebedarf zu decken. Zusätzlich ist Sonnenenergie in unbegrenztem Maße verfügbar, kostenlos und zudem auch noch klimaneutral. Wenn auch Sie von den zahlreichen Vorteilen profitieren möchten und überlegen, Ihre Immobilie zukünftig mit einer Solarthermie zu beheizen, erfahren Sie hier, worum es sich dabei genau handelt, welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringt und auf welche Solarthermie Förderung sie keinesfalls verzichten sollen. 

Was genau ist eine Solarthermie?

Mithilfe einer Solarthermie ist es möglich, wie sich anhand des lateinischen Wortes sol für Sonne sowie thermie für Wärme bereits erkennen lässt, Sonnenenergie in Wärme umzuwandeln und diese für die Energieversorgung zu nutzen. Das ist sowohl für die Warmwasseraufbereitung möglich als auch für das Beheizen der einzelnen Räume. Dabei sollten Sie sich jedoch im Klaren darüber sein, dass es nicht immer möglich ist, das Gebäude ausschließlich mithilfe der Solarthermie zu beheizen bzw. mit warmem Wasser zu versorgen. Je nach Bausubstanz bzw. den klimatischen Verhältnissen ist es realistisch, 50-65 % des Warmwasserbedarfs zu decken. Da diese Technik somit maßgeblich dazu beitragen kann, den Einsatz von fossilen Brennstoffen zu reduzieren, ist es nicht verwunderlich, dass Sie bei Inbetriebnahme einer solchen um eine Solarthermie Förderung ansuchen können. 

Die Funktionsweise der Solarthermie 

Eine Solarthermie Anlage nutzt wie bereits erwähnt die Sonnenenergie, um diese anschließend in Wärme umzuwandeln, Damit das funktioniert, werden z sogenannte Solarkollektoren benötigt. Diese Kollektoren, deren Technik vor allem in den letzten Jahren stark verbessert wurde und die somit an Effizienz gewonnen haben, fangen die Energie der Sonne auf, um sie anschließend mithilfe einer Flüssigkeit in einen Warmwasserspeicher, der sich im Gebäude befindet, weiterzuleiten. Ein so genannter Wärmetauscher sorgt anschließend dafür, dass die Wärme wiederum an das Wasser, das sich im Speicher befindet, übertragen wird. Das somit erwärmte Wasser kann anschließend je nach Bedarf verwendet werden. Aufgrund dieser ausgefeilten Technik ist es möglich, auch dann Wasser zur Verfügung zu haben, wenn sich an einem oder vielleicht mehreren Tagen keine Sonne am Himmel zeigt. 

Der Unterschied zu einer Photovoltaik-Anlage

Vielleicht fragen Sie sich nun, worin eigentlich der Unterschied zwischen einer Photovoltaikanlage und einer Solarthermie liegt. Um diese Frage zu beantworten, ist es sinnvoll, sich die Begrifflichkeit der Photovoltaik genauer anzuschauen, denn das Wort leitet sich von dem griechischen Begriff für Licht Phos sowie dem Namen des Physikers Alessandro Volta, der aus Italien stammte, ab. Dieser war, wie Sie sich bereits denken können, Namensgeber für das Wort Volt, die Einheit der elektrischen Spannung. Während also die Technik bei der Solarthermie dafür sorgt, dass Wärme aus Sonnenenergie gewonnen wird, wird bei der Photovoltaik-Anlage Strom aus den Sonnenstrahlen erzeugt. Zwar ist das Grundprinzip der beiden Techniken auf den ersten Blick nicht ganz unähnlich, da zum effizienten Nutzen der Sonnenenergie große Flächen mit dem jeweiligen benötigten Equipment ausgestattet werden müssen, allerdings handelt es sich bei der Photovoltaik um sogenannte Solarmodule. Bei der Solarthermie kommen hingegen Sonnenkollektoren zum Einsatz. Ein weiterer Unterschied ist zudem in der Solarthermie Förderung zu sehen, die Sie erhalten können, wenn Sie sich für eine solche entscheiden. 

Vorteile der Solarthermie im Überblick 

Wie wir nun bereits erfahren haben, liegt der größte Vorteil bei einer Solarthermie darin, dass die Wärme der Sonne genutzt wird und somit ein kostenloser und auch noch umweltfreundliche Energielieferant zur Verfügung steht. Ein weiterer großer Vorteil, der damit einhergeht, ist sicherlich, dass Sie sich mit der Nutzung einer Solarthermie unabhängig von fossilen Brennstoffen wie Heizöl machen und somit auch zum Teil sehr hohen Preisschwankungen entgehen können. Zwar ist es meist nicht möglich, komplett auf andere Energieträger zu verzichten, da die Sonne ja nicht an jedem Tag gleich stark scheint, doch der Einsatz dieser wird stark vermindert und auch aus diesem Grund zahlt sich die Investition in eine Solarthermie Anlage durchaus aus. Zudem ist der Wartungsaufwand der Kollektoren mittlerweile im Vergleich zu früher um ein Vielfaches geringer, vorausgesetzt, man entscheidet sich für eine qualitativ hochwertige Solarthermie. 

Last but not least ist einer der größten Vorteile, dass Sie eine großzügige Solarthermie Förderung erhalten, wenn Sie sich für eine solche entscheiden. Wie diese Förderung genau aussieht bzw. wo und wie sie beantragt werden kann, erfahren Sie etwas später in diesem umfassenden Guide zur Solarthermie Anlagen. 

Nachteile einer Solarthermie 

Natürlich hat alles im Leben zwei Seiten und so auch die Installation einer Solarthermie Anlage. Denn auch wenn Sie eine Solarthermie Förderung beantragen können, ist die Installation dieser doch sehr kostenintensiv und in den meisten Fällen muss die komplette Anlage zunächst aus der eigenen Tasche bezahlt werden, bis man schließlich auf die Förderung zurückgreifen kann. Wendet man sich hier allerdings an Experten und bekommt somit eine fachkundige Beratung, lässt sich dieser Prozess um einiges abkürzen. Des Weiteren sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass sich die meisten Solarthermie bereits nach kurzer Zeit rechnen, da Sie einiges an fossilen Brennstoffen einsparen können und stattdessen die kostenlose Sonnenenergie nutzen. Natürlich unterscheidet sich die Sonnenscheindauer je nach Jahreszeit zum Teil sehr stark, entscheiden Sie sich jedoch für einen Speicher, der groß genug ist, kann auch diese Schwankungsbreite etwas ausgeglichen werden. Damit das funktioniert, müssen die Kollektoren so ausgerichtet werden, dass die Sonnenstrahlen möglichst optimal genutzt werden können. 

Solarthermie Förderung im Überblick – damit können Sie rechnen 

Der ultimative Guide zur Solarthermie hat Sie bereits darüber in Kenntnis gesetzt, dass es sich bei Solarthermie Anlagen um eine umweltfreundliche Möglichkeit handelt, sein Eigenheim mit Energie zu versorgen, auch wenn meist nicht komplett auf eine herkömmliche Heizungsvariante verzichtet werden kann. Bei vielen Menschen ist es jedoch vor allem die große Investition, die sie davon abhält, sich für eine Solarthermie zu entscheiden. Das ist jedoch nicht unbedingt notwendig, denn Kunden erhalten eine tolle Solarthermie Förderung von dem Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAfA und können zudem günstige Kredite über die KfW beantragen. Das ist jedoch nicht alles, denn neben der Solarthermie Förderung haben Eigentümer zudem die Möglichkeit, einen Steuerbonus für diese zu beantragen. N 

Die Höhe sowie die Bedingungen der Solarthermie Förderung 

Wie bereits erwähnt, fördert die BAfA die Installation von Solarthermie Anlagen. Fragen Sie sich nun, wie hoch diese ausfällt, wird Sie die Antwort wahrscheinlich positiv überraschen, denn es sind sage und schreibe 30 % der Förderungsfähigen Kosten. Um diesen großzügigen Zuschuss zu erhalten, müssen folgende Bedingungen erfüllt werden: 

• die Flachkollektoren müssen eine Mindestgröße von 9 m² betragen und ihr Pufferspeicher muss mindestens 40 l/Quadratmeter aufweisen 

• die Vakuumsröhrenkollektoren benötigen eine Mindestfläche von 7 m² und ihr Pufferspeicher muss 50 l/Quadratmeter betragen 

• wird die Solarthermie-Anlage ausschließlich zur Warmwasserbereitung verwendet, muss die Kollektorenfläche mindestens 3 m² groß sein und ein Pufferspeichervolumen von 200 l wird vorausgesetzt 

• bei den Luftkollektor gibt es hingegen keine Mindestgröße 

Möchten Sie die Solarthermie Förderung der BAfA beantragen, so müssen Sie dies bereits vor der Auftragsvergabe online tun und über einen detaillierten Kostenvoranschlag verfügen. Sollten sich die Kosten nämlich im Nachhinein noch ändern bzw. erhöhen, können diese bei der BAfa nicht korrigiert werden. 

Die Solarthermie Förderung über das KfW-Programm 167 

Benötigen Sie zusätzliche Gelder, um Ihre Solarthermie Anlage finanzieren zu können, können Sie über das KfW-Programm 167 einen günstigen Kredit von bis zu € 50.000 pro Wohneinheit beantragen. Dieses Kreditprogramm ist dafür vorgesehen, Privatpersonen finanziell dabei zu unterstützen, ihre Heizungsanlagen auf erneuerbare Energie und somit eine umweltfreundlichere Variante umzustellen. Natürlich dürfen Sie die Förderung der BAfA mit dem günstigen Kredit des Programms kombinieren. 

Allerdings muss die Kreditbeantragung ebenfalls vor dem Baustart erfolgen, wobei die technischen Voraussetzungen die gleichen sind, die bei der Förderung der BAFA erfüllt sein müssen. 

Der Steuerbonus bei einer Solarthermie Anlage 

Sie können die Kosten, die bei der Installation der Solarthermie entsteht, zusätzlich in Ihren Steuererklärungen der Jahre 2020 bis 2029 absetzen, wobei dadurch die Einkommensteuer in drei aufeinanderfolgenden Jahren reduziert wird. So können Sie nochmal 20 % der Gesamtkosten sparen. Neben den technischen Voraussetzungen, die auch bei den anderen Förderungen erfüllt sein müssen, ist es für diesen Steuerbonus zusätzlich notwendig, dass ein Fachbetrieb die einwandfreie Umsetzung der Installation bestätigt. Zudem ist hierbei zu bedenken, dass Sie nicht den BAfA-Zuschuss beantragen können und zugleich den Steuerbonus nützen dürfen. Dieser zahlt sich also nur dann aus, wenn vergessen wurde, eine andere Förderung zu beantragen bzw. diese rechtzeitig zu beantragen.

Erkundigen Sie sich außerdem über Förderungsmöglichkeiten in der Region, aus der Sie stammen, denn auch hier werden Sie überrascht sein, welche Möglichkeiten es gibt. Auf diese Weise können Sie nicht nur umweltfreundlich heizen, sondern dabei auch noch bares Geld sparen.